Weblog-Archiv für den 28.November 2007

Medien und PR: Verstehen, was ist.

28. November 2007

ACHTUNG! Surrender

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An fussballerischem Selbstbewusstsein mangelt es den Engländern nicht. Das ist heute genau so wie 1996, als die Engländer gegen die Deutschen trotz medialem Support dann doch ausschieden. Die Wahrnehmung der eigenen Stärke ist einigermassen erstaunlich, denn seit dem Weltmeistertitel vor 41 Jahren, hat das Mutterland des Fussballs wenig erreicht. Das Problem liegt in der Premier League. Die Klubs setzen Milliarden, die Meisterschaft gilt als eine der attraktivsten weltweit – und wird überschätzt. Denn es sind nur die Top-Teams, die einen attraktiven Fussball bieten. Sie gehören auch in Europa zu den führenden Klubs und setzen sich auf dem Feld und auf der Trainerbank mehrheitlich aus Nicht-Engländern zusammen. Der Rest der Liga spielt, wie die englische Nationalmannschaft, einem antiquierten, von techischen Kabinettstückchen und Taktik fast völlig freien Kraftfussball fest. Aus eigener Erfahrung vor Ort weiss ich, wie langweilig und uininspiriert Teams wie Tottenham Hotspurs und Charlton Athletic spielen. Dagegen sind selbst Spiele in der Schweizer Challange League oft erbauender. Zu verdanken ist dies der vorbildlichen Schweizer Nachwuchsförderung. Dank ihr ist die Schweiz trotz einem um ein vielfaches kleineren Reservoirs an Spielern auf einer Stufe mit der englischen Nationalmannschaft gleichzusetzen. Nach dem Debakel mit dem einhemischen Steve McLaren, der gegen die Kroaten mit den Tugenden des englischen Fussballs Marke „home made“ scheiterte, sucht man jetzt einen neuen Übungsleiter für die Nationalmannschaft. Als Hoffnungsträger wird der Portugiese José Mourinho gehandelt. Ihm stünde eine schwierige Aufgabe bervor. So bedauerlich das Ausscheiden der Engländer in der Qualifikation für die Euro 08 ist, die Schweiz hat damit ein Problem weniger: Die englischen Hooligans werden zu Hause bleiben.

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