15. November 2007
Journalismus statt Missionierung
Nachdem sich “Blick” und “SonntagsBlick” bei Ex-Swissfirst-Chef Thomas Matter und Rieter-Pensionskassenverwalter Jürg Maurer auf ihren Titelseiten entschuldgen mussten, sind neue Töne angesagt im Haus Ringier. Verleger Michael Ringier sagt heute in der Weltwoche, wohin die Reise seiner Sorgenkinder gehen soll.
Der politische Kurs von “Blick” und “Sonntagsblick” ist ein journalistischer Kurs, oder er sollte es noch mehr werden. Er sollte offener werden. “Blick” und “Sonntagsblick” hatten manchmal fast missionarische Züge….
Und weiter:
…Man kann durchaus engagiert sein und seine Meinung vertreten. Aber insistieren und die andere Seite überhören entspricht nicht meiner Vorstellung von Journalismus.
Ich frage mich, wie Michael Ringier in den letzten Jahren diese Diskrepanz zwischen seinen eigenen Vorstellungen und dem Gebaren seiner Redaktionen ausgehalten hat.





