Weblog-Archiv für den 15.November 2007

Medien und PR: Verstehen, was ist.

15. November 2007

Journalismus statt Missionierung

Nachdem sich “Blick” und “SonntagsBlick” bei Ex-Swissfirst-Chef Thomas Matter und Rieter-Pensionskassenverwalter Jürg Maurer auf ihren Titelseiten entschuldgen mussten, sind neue Töne angesagt im Haus Ringier. Verleger Michael Ringier sagt heute in der Weltwoche, wohin die Reise seiner Sorgenkinder gehen soll.

Der politische Kurs von “Blick” und “Sonntagsblick” ist ein journalistischer Kurs, oder er sollte es noch mehr werden. Er sollte offener werden. “Blick” und “Sonntagsblick” hatten manchmal fast missionarische Züge….

Und weiter:

…Man kann durchaus engagiert sein und seine Meinung vertreten. Aber insistieren und die andere Seite überhören entspricht nicht meiner Vorstellung von Journalismus.

Ich frage mich, wie Michael Ringier in den letzten Jahren diese Diskrepanz zwischen  seinen eigenen Vorstellungen und dem Gebaren seiner Redaktionen ausgehalten hat.

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15. November 2007

Sex-Skandal in Thun: Amateure am Ball

Fussballspieler sind Image-Botschafter eines Klubs. Mit Ihnen steigt und fällt der Kurs – nicht nur im sportlichen Bereich. Hat dies die Führung des FC Thun unterschätzt? Ein Grossteil der Spieler aus der Multikultitruppe ist in einer Wohngemeinschaft untergebracht. Hat man die jungen Männer aus aller Herren Länder dort sich selbst überlassen? Der Präsident, ein hilfloser älterer Herr, sieht sich als Opfer und zündet Nebelgranaten: Er vermutet, dass der Skandal von Stadiongegenern, die den Neubau, über den am 9. Dezember abgestimmt wird, verhindern wollen, inszeniert wurde. Offenbar wird der FC Thun trotz den anlässlich der Champions League-Teilnahme eingenommenen Millionen immer noch wie ein Dorfverein zu funktionieren.

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