7. Oktober 2007
Bern ohne Führung und überfordert
Etwas ist faul in der Stadt Bern. Warum lässt man in der Stadt Bern eine unbewilligte Demo, wie sie am Samstag auf dem Münsterplatz stattfand, überhaupt zu? Ausschreitungen waren vorprogrammiert: Einmal mehr entwickelte sich aus einer unbewilligten Demo eine Schlacht. Offenbar misst man in Bern mit unterschiedlichen Massstäben.
Die Schuld für die Krawalle schiebt der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppt heute in der “SonntagsZeitung” der Polizei zu: “Sie muss den Einsatz selber analysieren.” Falsch! Als Stadtpräsdent trägt er politische Mitverantwortung für die Krawalle. Offenbar ist Tschäppät, der seine Rolle als selbsternannter Mister Bern liebt und sich lieber Cüpli-trinkend der holden Weiblichkeit widmet, in seinem Amt überfordert.
Der Berner Polizeikommandant Jörg Gabi gibt zwar zu, dass das Hauptziel des Einsatzes, den Demo-Umzug der SVP zu gewährleisten, verfehlt worden sei, klopft sich aber gleichzeitig selber auf die Schultern und sagt, dass das Minimalziel, das direkte Aufeinadertrffen der Gruppen verhindert worden sei. Dies muss wie Hohn klingen in den Ohren, derjenigen, die bei den Krawallen zu Schaden gekommen sind.
Im Hiblick auf die Euro’08 macht Bern schlechte Werbung für sich. Auch ausländische Medien sind inzwischen auf den “Fall Bern” aufmerksam geworden. Ist Bern wirklich reif für die Euro’08?





