Statt aus einer engen Verteidigungshaltung könnten die Schweizer Medien Google-News auch positiv als Mutiplikator der eigenen News- und Kommentarkompetenz betrachten. Der Verband Schweizer Presse wirft Google-News vor, “Urheberrechte” zu verletzen und “unlauteren Wettbewerb” zu betreiben, wie “Persoenlich.com” berichtet. Google stellt frei verfügbare Inhalte auf seiner News-Plattform zu Verfügung. Die Schlagzeilen der Zeitungsartikel listet die Suchmaschine in einer Übersicht auf. Die Verleger befürchten nun, dass die Surfer nur noch die Schlagzeilen auf Google-News lesen und die Seite der Zeitung nicht mehr besuchen.
Was dabei vergessen wird: Ein guter Titel und ein gelungener Einsteig machen Lust auf mehr. Offenbar haperts in diesem Bereich auf den Zeitungsseiten im Netz. Die Gründe dafür liegen darin, dass die Schweizer Medien ihren Web-Auftritt mehrheitlich immer noch lieblos als Zusatzplattform nutzen. Die Texte auf den Webseiten sind identisch mit denjenigen in der Zeitung – trotz unterschiedlicher Lesegewohnheiten im Web und im Print. Ein qualitativer Sprung nach vorne wäre die Trennung von Online- und Print-Auftritt. Hier wären allerdings Investitionen notwendig. Diese wären aber wahrscheinlich billiger, als der Aufbau einer Konkurrenz zu Google-News.
Die Zahl der “Bild”-Hasser ist gross. Der Bildblog ist einer der populärsten Weblogs in Deutschland. Ab heute läuft mit prominenter Beteiligung die erste Fernsehwerbung für den Watchblog. Anke Engelke und Christoph Maria Herbst spielen darin ohne Gage. Die Spots auf MTV, Viva und Comedy Central zahlen die Bildblog-Betreiber aus der eigenen Tasche.
Wie sich der Spot auf die Page Impressions des Bildblogs auswirkt, weiss der Medienblogger. Interessant wird es sein zu beobachten, wie die “Bild”-Zeitung künftig über Engelke und Herbst berichten wird.
Immer mehr Menschen stützen sich auf Bilder, um Entscheide zu treffen. Untersuchungen zeigen, dass gutaussehende Menschen schneller Karriere machen und ihnen im Job und im Leben vieles ein bisschen leichter fällt. Der Grund: Der Mensch neigt dazu, dem Schönen und Gesunden auch gute Eigenschaften zuzuschreiben.
Eitelkeit gehört zum Gewerbe – auch in der Schweiz. Adolf Ogi wusste als erster, die Macht der Bilder geschickt für sich zu nutzen. Doris Leuthard tat es ihm gleich, indem sie in der “Schweizer Illustrierten” als neue Helvetia posierte und prompt in den Bundesrat gewählt wurde. Heute zeigen sich Vladimir Putin mukelbepackt beim Fischen. Der Mann strahlt die Sicherheit aus. Ihm traut man zu, sein Land in die Zukunft zu führen. Der Selbstdarsteller Nicolas Sarkozy strahlt ein bisschen weniger Kraft aus. Nachdem ihm “Paris Match” ein Speckröllchen wegretouchierte, liegen die Nerven in den französischen Medien blank. Wurde die Massnahme vom Präsidenten, der sich nie scheute, Einfluss auf die Medien zu nehmen, wenn ihm etwas nicht passte, veranlasst? So oder so: Bilder haben eine immer kürzere Halbwertszeit. Langfristig fürs Überleben wichtig sind nicht die Bilder, sondern die Inhalte der Politik. Der kleingewachsene Präsident ist gut beraten, sich künftig nur noch beim Joggen fotografieren zu lassen.
“All the surveys we have done shows that the biggest hasbara problem that Israel has is with males from the age of 18-35,” said David Saranga, the consul for media and public affairs at Israel’s consulate in New York.
“Israel does not seem relevant for them, and that is bad for branding,” he said. “In order to change their perception of Israel as only a land of conflict, we want to present to them an Israel that interests them.” Which is where good-looking women in skimpy bikinis come in…
The Israeli models, Saranga said, were a “Trojan horse” to present Israel as a modern country with nice beaches and pretty women. “Many Americans don’t even know we have beaches,” he said.
Auf wen verlassen sich in Zukunft die Konsumenten? Das Gottlieb Duttweiler Institut GDI ist in seiner Studie “Vertrauen 2.0” dieser Frage nachgegangen. Die Resultate, die die Autoren Karin Frick und Mirjam Hauser präsentieren, erstaunen nicht:
Die herkömmliche Werbung wird von den Konsumenten als wenig glaubwürdig wahrgenommen. Wer für ein Produkt wirbt, will in erster Linie eines: Dieses verkaufen. Das Vertrauen in die Händler und Hersteller nimmt ab.
PR ist, im wahrsten Sinne des Wortes, die bessere Werbung, denn imInternet basiert Vertrauen auf Reputation. Die Mitmachkultur des Internets machts möglich: Glaubwürdige Information über trendige neue Produkte verbreiten sich in Zukunft vermehrt in den den Social Networks. Die Vernetzung schafft Vertrauen und stiftet Identität. Wer als Anbieter in den zunehemend individualisierten und zersplitterten Märkten präsent sein will, muss sich hier zum Thema machen.
Ein Indikator für den Zuspruch einer Gratiszeitung sind die Verteilboxen. Sind diese auch nach einigen Stunden noch randvoll, ist dies ein schlechtes Zeichen. Seit Jahren findet man spätestens gegen Mittag keine Exemplare von “20 Minuten”, der mit Abstand rentabelsten Zeitung im Land, in den Boxen. Die “heute”-Boxen daneben sind auch abends noch voll. Qualitativ trifft das Abendblatt den Geschmack des Publikums nicht. Dies in einem Markt, der aufgrund stagnierender oder rückläufiger Inseratevolumina in den Printmedien immer enger wird. Ich wage die Prognose: “Heute” wird noch innerhalb eines Jahres eingestellt.
Die Antwort von Ringier auf die sinkenden Zahlen des “Blicks” (1986: 400’000; heute: 250’000 Exemplare) ist immer die gleiche: Alle paar Jahre wechselt man den Chefredaktor aus. Nachdem der glücklose Werner De Schepper im März zurückgetreten war, tat man sich im Verlagshaus offenbar schwer damit, einen Nachfolger zu finden. Jetzt hat sich Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer einmal mehr durchgesetzt und gegen die Befürworter eines Ringier-externen Kandidaten seinen Zögling Bernhard Weissberg als neuen “Blick”-Chefredaktor durchgesetzt. Bei Ringier bleibt alles bei der erfolglosen Strategie: Am “emanzipierten” Boulevard wird festgehalten und an den Lesern vorbeigeschrieben. Die neuen Gratiszeitungen, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen, werden den Kampf um den Leser nochmals verschärfen, die “Blick”-Leserschaft wird weiter sinken. Weissbergs Tage sind gezählt.
Es gibt eine grosse Sehnsucht des bayerischen Volkes nach einer Königsfigur. Jetzt wird sie ihm gegeben. In Person von Bilal, wie sich Fussballstar Franck Ribéry seit seiner Konvertierung zum Islam nennt. Als Wiedergeburt des legendären Königs Ludwig II. hängt er im katholischen Bayern als Heilsbringer des FC Bayern München überlebensgross auf einem riesigen Werbeplakat von Nike über dem Eingang zur Theatinerkirche. Der Star aus Frankreich verkörpert Bescheidenheit, Einsatz und fussballerischen Genius. Adidas hat bereits reagiert auf die Provokation in den Stammlanden der drei Streifen: “Bayern hat nur einen König. Und der ist Kaiser”.
Rumänien: Das sind kleinwüchsige Turnerinnen mit traurigen Augen, Strassenkinder, Zwangsarbeit, Menschenhandel und Korruption. Das Image des Landes ist schlecht. Doch, was wäre die Welt ohne Rumänien? Die <a href=”http://www.atdr.ro/portal/enindex.php?category=5″>Asociatia Tineret si Dezvoltare Regionala</a> gibt dem Namen Rumänien eine neue Bedeutung. Bisher ohne durchschlagenden Erfolg.