Medien und PR: Verstehen, was ist.

25. Mai 2007

Selbstgemachte Image-Krise

Runterspielen von aufgedeckten Fällen von Sozialhilfemissbrauch und sich verschanzen hinter Floskeln: Die Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker gibt in den letzten Wochen ein Trauerspiel ab. “Für uns ist es in solchen Situationen fast nicht mehr möglich, das in der Öffentlichkeit hervorgerufene Bild zu korrigieren. Vielleicht haben wir in unserem Departement aber auch eine gewisse Déformation professionelle und schätzen den Informationsbedarf der Durchschnittsbürger falsch ein”, so Stocker heute in der “NZZ”. Die Frau hat nicht nur ein Kommunikationsproblem. Die Frage ist erlaubt, wie weit sich Monika Stocker schon von ihren Wählern und dem gemeinen Volk entfremdet hat. Schwierige “Klienten”, so nennt man heute in der Sozialindustrie die Sozialhilfebezüger, hin oder her: Ziel müsste es sein, den Missbrauch bei der Sozialhilfe zu verhindern. Stattdessen beschleicht einen das Gefühl, dass man sich im Zürcher Sozialdepartment von Stadträtin Monika Stocker damit abgefunden hat. Diese Haltung darf nicht sein. Sie ist eine Watsche ins Gesicht jedes anständigen Steuerzahlers.

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Bislang ein Kommentar zu „Selbstgemachte Image-Krise“

  1. Philippe Welti · PR-Berater » Sozialhilfe: Wer kontrolliert wen? am 6. August, 2007 um 11:16 Uhr #

    [...] Kontrolle müsste auch Elisabeth Olibet, die Stadtberner Sozialdirektorin, fordern. Wie Monika Stocker in Zürich wehrt sich die SP-Politikerin am Samstag in der “Berner Zeitung” gegen [...]

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